Leipzig, Stadt der Bücher

Die Leipziger Buchmesse war für mich, genau so wie die Frankfurter Buchmesse, ein reichlich abstraktes Phänomen: Da gingen also, Jahr für Jahr, tausende von Menschen auf eine Messe um sich über die neuesten Veröffentlichungen des Buchmarktes zu informieren. Ein Markt, der, glaubt man den Medienberichten, anscheinend dem Untergang geweiht sei, da doch keiner mehr lese. Und doch konnte ich nachvollziehen, dass es so viele Menschen jedes Jahr aufs Neue dorthin zog, ging ich selbst doch semi-regelmäßig zur Gamescom, das ich in gewisser Hinsicht als eine Art Videospiel-Equivalent zu einer solchen Buchmesse empfand. Dieses Jahr war es dann endlich so weit und ich konnte meine ersten direkten Erfahrungen auf der Buchmesse sammeln.

Erkenntnisse hatte ich bei meinem ersten Besuch genug: Selbst wenn man viel liest, hat man ja eigentlich gar keine wirkliche Vorstellung davon, wie viele Verlage es im deutschen Sprachraum gibt. Auch nachdem man mehrmals durch sämtliche Hallen der Leipziger Buchmesse geschlendert ist, kann man nur erahnen, wie viele es sind. Dabei ist es ziemlich bemerkenswert, von wie vielen Verlagen man eigentlich noch nie zuvor etwas gehört hat, obwohl sie ganz genau den eigenen Geschmack treffen. Irgendwie gibt es auch für jede einzelne Sparte einen passenden Verlag, was schon ziemlich charmant ist und für eine gewisse Lebendigkeit des Mediums steht.

Am längsten und stärksten haben mich natürlich die diversen Science Fiction- und Fantasy-Verlage gepackt. Mit bunten Cover und Ständen zogen sie einen bereits von weitem an. Glücklicherweise gab es ein eigenes Shop-Areal einzig für diese beiden Genres, was zu einigen Spontankäufen geführt hat. Dadurch konnte ich auch meine Kenntnisse über die beiden Genres ein wenig auffrischen, was sich immer wieder lohnt.

Auch einige der Lesungen, die außerhalb der Messehallen stattfanden, waren wirklich interessant. Dabei konnte ich auch ein paar Bücher entdecken, die ich sonst sicherlich verpasst hätte. Ich werde die einzelnen Bücher teilweise über die nächsten paar Wochen vorstellen, je nachdem wie schnell ich sie gelesen krieg. Glücklich bin ich natürlich darüber, dass diese sich auch teils außerhalb meiner Lieblingsgenres befinden. Etwas Abwechslung kann nicht schaden, vielleicht kommt man dadurch ja auch auf die eine oder andere neue Idee.

Sehr anziehend war auch der Stand von Books on Demand (BoD), wo ich ja bekanntlich mein eigenes Buch „Die Einsicht“ veröffentlicht habe. Dort einige der Bestseller aus dem Verlag zu sehen war toll, aber auch einmal die Konkurrenz in punkto Self-Publishing kennenzulernen, brachte so seinen Mehrwert. Natürlich soll man sich nicht zu sehr von den Messeständen alleine beeindrucken lassen, drum werde ich in Zukunft einmal zielgerichtet recherchieren. Es scheint sich dabei aber um einen Untersektor mit Zukunft zu handeln, bei der eine gesunde Konkurrenz besteht.

Inspiration hab ich auch gefunden, wobei ich noch nicht weiss, was ich wie verarbeiten werde. Mit mehr als einem Dutzend neuen Büchern hab ich auf jeden Fall viel neues Lesematerial, wofür ich eine ganze Weile brauchen werde, bis ich alles gelesen habe.

Über die Mangacon, die auch im Rahmen der Buchmesse lief, schreib ich nochmal separat auf meinem anderen Blog.

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